Nov 09 09

Foto: Hofschlaeger / PIXELIO
Unser kleines, hoffentlich bald größer werdendes Redaktionsteam eint die Sorge um Ostdeutschland. Das größte Problem ist die Sprachlosigkeit. Ob die düsteren Prognosen tatsächlich eintreffen, hängt auch davon ab, wie wir uns informieren, einmischen und klare Forderungen an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft stellen. Ebenso müssen wir – allein schon wegen der beängstigenden Transferabhängigkeit – die Menschen im alten Bundesgebiet für uns gewinnen.
Dieser Internetauftritt will allen in Ostdeutschland lebenden Bürgern eine Lobby sein. Hier werden Informationen zusammengetragen, die ein unverfälschtes Bild von der Situation im Beitrittsgebiet liefern. Hier können Menschen diskutieren, Gleichgesinnte finden und Netzwerke entwickeln. Im Moment sind unseren Möglichkeiten noch bescheiden, vieles nicht so professionell, wie wir uns das wünschen. Doch der Anfang ist gemacht.
Nov 09 04
Wir wollen dieses Bürgerforum ordentlich unter Dampf bringen und brauchen jede Menge Profis:
Wissenschaftler – mit dem Wunsch, die Realitäten im Osten Deutschlands zu beobachten, zu analysieren und zu Konzepten zu kommen. Wollen Sie gelesen werden, dann machen Sie mit!
Journalisten – die schon immmer mal gedruckt sehen wollen, was ihre Verlage und Zeitungen partout nicht drucken. Wollen Sie mit uns wider den Stachel löcken, dann machen Sie mit!
Werber/Grafiker/Webdesigner – die nach der x-ten Kampagne für faltenfreies Lächeln auch mal ihre Haltung zur Politik und zum Leben zur Wirkung bringen wollen. Wollen Sie also wieder ein wenig Sinn in Ihren Job bringen, dann machen Sie mit!
Aktive Mitbürger – wollten Sie schon immer sagen, was Sie in und um Ostdeutschland bewegt und wollen Sie, dass sich die Dinge ändern, dann machen Sie doch einfach mit!
Schreiben Sie der Redaktion eine Mail, wenn Sie die Anliegen des Bürgerforums Ost unterstützen wollen. Wir brauchen Ihr bürgerschaftliches Engagement.
Kontakt: redaktion [at] buergerforum-ost.de
Okt 09 03

Foto: np
Es ist nun bald 20 Jahre her, dass die letzte Volkskammer der DDR den Anschluss des Landes zwischen Rügen und dem Thüringer Wald an die Bundesrepublik Deutschland beschloss. Seine Bürger, die gerade dabei waren, sich eine Stück Selbstbestimmung über ihr Leben zurück zu erobern, wurde eine fertige Staatsmaschine präsentiert, die komfortabel und bunt zu werden versprach, die aber ab sofort ihren Ostbürgern nicht mehr aktives Mittun abforderte, sondern nur noch möglichst sichtbares „Glücklichsein” erwartete. Zu lange hatte die Mauer einen eigenen Blick auf das größere Deutschland verhindert, als dass das Neue, ja eigentlich Unbekannte, von der Mehrheit nicht freudig begrüßt würde. Zu lange hatte der reale Sozialismus seinen Bürgern so fühlbare Einschränkungen und unerfüllte Wünsche auferlegt, als dass jetzt die Mehrheit nicht unbekümmert das Alte, sattsam Bekannte hinter sich lassen wollte.
Klug war dieses Verhalten nicht, verständlich aber allemal.
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Okt 09 03
![302887_R_K_B_by_Tim-Heinrichs-Noll_pixelio[2].de 302887_R_K_B_by_Tim-Heinrichs-Noll_pixelio[2].de](http://www.buergerforum-ost.de/wp-content/uploads/2009/06/302887_R_K_B_by_Tim-Heinrichs-Noll_pixelio2.de.jpg)
Foto: © Tim Heinrichs-Noll / PIXELIO
Ein Buch machte den Anfang: Selbst ist das Volk! Norbert Peche – Wirtschaftsberater und Professor an einer Berliner Hochschule – beklagte den Mangel an Konzepten zum Aufbau Ost. Müsste nicht das Volk selbst aktiv werden, wenn die Politik versagt? Leser griffen den Ball auf und meldeten sich für eine neue Bürgerbewegung. Herausgekommen ist das Bürgerform Ost.
Seit 3. Oktober 2009 ist buergerforum-ost.de nun online. Lesen Sie hier, was Sie andernorts nicht finden.
Schreiben Sie Kommentare und Forenbeiträge, lassen Sie uns wissen, was Ihnen unter den Nägeln brennt. Machen Sie das Bürgerforum zur Stimme des Ostens!
Okt 09 02
Schon merkwürdig: Für nahezu alle gesellschaftlichen Belange gibt es eine Interessengruppe. Attac kämpft für eine gerechte Welt, Greenpeace gegen Genmais. Bürger retten Bäume vor der Säge, Sportangler sorgen sich um ihre Fische.
Doch was ist mit der großen unerledigten Hausaufgabe der Deutschen – dem Aufbau Ost? Fehlanzeige. Kein Think Tank widmet sich exklusiv dem Thema, keine Stiftung, kein Verein. Nichts.
Deshalb gibt es dieses Webforum.
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