Walter Botschatzki war von 1990 bis 2009 Geschäftsführer bei Multicar in Walterhausen (Thüringen). Zu DDR-Zeiten war er dort seit 1987 Betriebsdirektor. Zuvor hat er 16 Jahre im Karosseriewerk Aschersleben (heute Sachsen-Anhalt) gearbeitet, unter anderem als technischer Leiter und Hauptkonstrukteur. Walter Botschatzki wurde 1944 geboren, ist verheiratet und hat einen Sohn.
Warum gehört Walter Botschatzki in die Kategorie “TOP”?
Nach einem bekannten Witz hatte die DDR vier Hauptfeinde: FrĂĽhling, Sommer, Herbst und Winter. Dass gegen Herbstlaub und Schneematsch auch heute noch der Multicar zum Einsatz kommt, ist Walter Botschatzki zu verdanken.
Berater der Treuhand glaubten nicht an eine Zukunft des Multicars: Ein solches Fahrzeug gäbe es im Westen nicht – es gäbe also dafür keinen Bedarf. Walter Botschatzki und Manfred Windus, bis dahin in leitender Funktion beim VEB Fahrzeugwerke Waltershausen, glaubten trotzdem an ihren Multicar. Schon in der Wendezeit besorgten sie sich westliche Managementliteratur und suchten nach neuen Technologien. 1991 übernahmen beide je 12,5 Prozent des Unternehmens von der Treuhand, der Rest ging an die Deutsche Beteiligungsgesellschaft, die ihren Anteil 1998 an die HAKO-Gruppe des früheren BDI-Chefs Tyll Necker abgab. Heute arbeiten rund 250 Mitarbeiter bei Multicar in Waltershausen. Ohne die Voraussicht und den partnerschaftlichen Stil von Walter Botschatzki wäre es zu diesem Erfolg nicht gekommen.
Darüber hinaus hat sich Walter Botschatzki für die gesamte Thüringer Wirtschaft engagiert – von 1994 bis 2007 als Vorsitzender des Verbandes der Thüringer Metall- und Elektroindustrie und von 1997 bis 2008 als Präsident des Verbandes der Thüringer Wirtschaft. Außerdem war er im Präsidium des BDA aktiv.
FĂĽr sein Engagement wurde Walter Botschatzki bereits 1998 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt.
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